Abriebklassen

 

Unglasierte Fliesen sind von Natur aus sehr widerstandsfähig gegen Beschädigungen und Verschleiß. Glasierte Fliesen dagegen werden in 5 Abriebklassen unterteilt. Allgemein kann man sich merken: Je glänzender die Glasur, desto geringer ist die Beständigkeit.


Abriebklasse 1

Fliesen der Abriebklasse 1 eignen sich als Bodenbelag nur für Räume mit sehr geringer Begehungsfrequenz. Auch Schmutz und zu hartes Schuhwerk sollten bei einem solchen Bodenbelag nicht verwendet werden. Daher werden Fliesen der Abriebklasse 1 meist als Wandbelag verwendet.

Verwendungsbeispiele: Schlafzimmer, Badezimmer


Abriebklasse 2

In der Abriebklasse 2 findet man Fliesen, deren Beständigkeit für Räume mit geringer Begehungsfrequenz und nicht kratzendem Schmutz gedacht ist. Sie bieten bereits eine höhere Beständigkeit als die Abriebklasse 1 neigen jedoch trotzdem relativ leicht zum zerkratzen.

Verwendungsbeispiele: Esszimmer, Wohnzimmer


Abriebklasse 3

Bei dieser Abriebklasse kann auch eine kratzende Verschmutzung und mittlere Begehungsfrequenz kaum noch Schaden anrichten. Ein Bodenbelag aus diesen Fliesen kann ohne Bedenken mit normalem Schuhwerk betreten werden.

Verwendungsbeispiele: Wohnräume, Hotelzimmer


Abriebklasse 4

Für Boden mit hoher Begehungsfrequenz und kratzender Verschmutzung sowie häufiges Betreten mit normalem, hart besohltem Schuhwerk, eignen sich Fliesen der Abriebklasse 4. Vor allem bei Räumen mit intensiver punktueller Belastung sind diese Fliesen zu empfehlen.

Verwendungsbeispiele: Terrassen, Verkaufsräume


Abriebklasse 5

Diese Abriebklasse wird in der DIN EN 154 noch nicht offiziell erfasst. Da Glasuren auf Grund von neuen Techniken immer beständiger werden, musste für Materialien, welche weit über die Erfordernisse der Abriebklasse 4 hinausreichen eine neue Klasse, die Abriebklasse 5 eingeführt werden. Bodenbeläge dieser Klasse eignen sich für intensivste Belastungen.

Verwendungsbeispiele: Friseurläden, Bäckereien, Imbissstuben, Eingangshallen